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Liebe Leute!Schöne Wochen liegen hinter mir, Wochen in denen ich mich mit reichlich Geschichten für Blogeinträge eindecken konnte, wenn ich auch nie die Ruhe hatte sie an Euch weiterzugeben. So nach und nach wird das in der nächsten Zeit aber geschehen, und heute mache ich einen Anfang, die Gunst eines ereignislosen Wochenendes nutzend. Ereignislos vornehmlich deshalb, weil ich mir in der letzten Woche eine unangenehmen Klimaanlagenerkältung zugezogen und mir deswegen strikte Ruhe verordnet hatte. Seit gestern Abend bin ich wieder halbwegs fit und so kann ich mich jetzt endlich mal wieder Euch widmen!Draußen herrscht die alljährliche graue Hölle, es ist heiß, feucht und die Sonne lässt sich nur selten sehen, gestern und vorgestern hat es fast nur geregnet. Aber irgendwie scheine ich mich daran zu gewöhnen, dieses Jahr macht mir die tropische Hitze irgendwie nicht so viel aus. Aber ich sitze auch gerade im Klimatisierten und habe Muße die letzten Wochen und Monate revue passieren zu lassen.Zunächst einmal fällt auf, dass dieses Jahr ziemlich viele Hochzeiten anstehen, auf vieren war ich schon, 2 weitere sind bereits angekündigt. Ist wohl eine Menge Liebe in der Luft. Den Anfang hatten ja Robert und Chihiro gemacht, auch ein ehemaliger Kollege hatte mich eingeladen. Sehr gefreut habe ich mich für meine, mittlerweile ehemalige, Koreanischlehrerin Kyeong-Mi, die im April ihren Freund geheiratet hat. Eine richtig typische koreanische Hochzeit, sehr gut inszeniert, hier sind ein paar Eindrücke:
Die Gladiatoren betreten die Arena!
Lustige Geschichten aus dem LebenAlles ist PERFEKT arrangiert, kein Raum für Zufälle. Hochzeitsfotos wurden beispielsweise schon lange vor der Hochzeit gemacht, damit sie auch wirklich gut werden. Mit Kostümen und allem drumherum. Kein Witz. Der Mann am Altar ist übrigens kein Priester, auch wenn viele Koreaner sehr religiös sind (Kyeong-Mi nicht!), bei Hochzeiten habe ich noch keinen Priester gesehen. Wer der Master of Ceremony ist, weiß ich aber auch nicht.
Das zweite KleidEin Kleid ist natürlich nicht genug, nach der eigentlichen Zeremonie in weiß, gibt es noch einen zweiten Teil im Abendkleid. In der Zeit des Kleiderwechsels haben die zahlreichen Gäste Gelegenheit sich ungestört dem Hochzeitsessen zu widmen, auf modernen Hochzeiten ist das Rindersteak, auf traditionelleren Rindersuppe.
HochzeitstorteDer gemeinsame Schnitt ist symbolisch für das Gelingen der zukünftigen gemeinsamen Aktivitäten, aber das wisst Ihr ja mittlerweile schon.
Der AbschiedUnd dann, so ungefähr nach einer Stunde, ist alles vorbei und man wird an der Tür noch herzlich verabschiedet. Und wenn auch alles organisiert war wie eine preußische Militärparade, ein Blick ins Gesicht lässt doch wahre Freude unter der Verlegenheit erkennen. Glückwunsch, Kyeong-Mi!Damit der heutige Eintrag nicht übermäßig lang wird, schließe ich mit einer zweiten Bilderserie vorerst ab. Bei Junkos letztem Besuch im Mai waren wir zusammen mit Felix und Hannah, die mittlerweile schon beim Packen für den Umzug gen Deutschland sind, im Olympic Park. Wir hatten ein bemerkenswert gutes Picknick und auch der Park ist ein echter Park. Vor allem ist er riesig, für asiatische Verhältnisse. Um nicht ganz der Faulenzerei zu verfallen, hatte Hannah ein Set Federballschläger mitgebracht. Dafür war genau das richtige Wetter, hat richtig Spaß gemacht.
Koreanische Kiefern in der AbendsonneUnd jetzt: Action!


In diesem Sinne wünsche ich bewegte Tage, vielen Dank für die geschätzte Aufmerksamkeit und bis bald!
Liebe Freunde,wie angekündigt bekommt Ihr von mir die Fotos von Chihiros und Roberts Hochzeit und ein paar Eindrücke von Tokyo im März, wo der Frühling schon langsam die Überhand über den Winter gewonnen hatte. Bis vor zwei Wochen hat es in Seoul noch wöchentlich geschneit und bis vorgestern wurde es nachts noch empfindlich kalt. An den Tagen war es schon schön warm, aber davon hatte ich nicht soviel, da ich die meiste Zeit im Büro war. Heute werde ich aber noch einen gescheiten Sonntagsspaziergang machen, ich bin voller Zuversicht, dass sich der Winter nun endgültig verabschiedet hat!In freundlich-frischem Frühlingswetter hatte ich vor der Hochzeit 2 Tage mich in Tokyo herumzutreiben, dass bedeutet zwangsläufig die Fahrt mit der U- und S-Bahn. Also, willkommen zu den schönsten Bahnstrecken der Welt!










Von der Vorstadt nach ShinjukuDann kam der für jeden Japanreisenden unvermeidliche Asakusabesuch, so langsam ist mir der Anblick richtig vertraut geworden.

Wenn es Euch nach Japan (und Asakusa) verschlagen sollte, empfehle ich dringend auch einen Spaziergang in den umliegenden Vierteln einzuplanen. Die alten Downtowns sind voll mit kleinen Läden und es gibt exzellentes Essen. All das wirkt irgendwie verträumt, obwohl man ja im Herzen der Metropole ist.
Eine buddhistische Maria!Die Hochzeit rückt näher und meine beiden Tage mit Spaziergängen und Snacks...
Vorspeise: Ei mit Pilzen, dazu Sakenähern sich ihrem eigentlichen Zweck. Die Hochzeitsfeier hatte Robert bei sich zuhause organisiert. Zuhause heißt in diesem Fall ein kleines Haus traditioneller Bauart, zwei Zimmer auf zwei Stockwerken und ein kleiner Garten. Die Hochzeitsgesellschaft war ein bunt gemischter Haufen, Roberts Eltern und seine Schwester, Freunde von Robert und Chihiro. Blöderweise habe ich es versäumt Fotos von Junko und mir zu machen, ich hoffe noch Fotos von Roberts Eltern zugeschickt zu bekommen, die werden dann nachgreicht.Also, zurück zur Sache, wir haben uns also rausputzt, die Geschenke geschultert und haben einen richtig schönen Abend verbracht.
Ein gefüllter Picknickkorb als Hochzeitsgeschenk
Tataaa: Das Hochzeitspaar!!
Die Gäste
Die Braut und der HochzeitskuchenDer Kuchen muss gemeinsam angeschnitten werden, als Symbol dafür, dass die Dingen nun gemeinsam angepackt werden.
Das klappt schon sehr gut!
Mhmm, lecker!
Palavern und grillen bis spät in die Nacht
Oyasumi! Gute Nacht!Irgendwann zu arg vorgerückter Stunde (diese jungen Leute!) haben Junko und ich dann aufgeben müssen, es sind aber dennoch wirklich schöne Stunden gewesen, eine echte Erholung nach den doch arg formellen koreanischen Hochzeiten des letzten Jahres.Dann war es wieder an Zeit Abschied zu nehmen, aber nicht ohne einen letzten Spaziergang. Überall waren schon die Pflaumenbäume in voller Blüte, ein Vorbote der Kirschblüte, die anscheinend momentan zu bewundern ist.


Pflaumenblüte, unten rechts eine erste Kirsche, die die Japaner Blattkirsche nennenIm Flieger zurück habe ich noch ein paar Fotos machen können, das Wetter hat so einigermaßen mitgespielt.
Sayonara Japan!
Outer Space
Städtebau à la Korea
Das Watt im Gelben MeerLeider hat mich die Stewardess erwischt als ich den Anflug nach Incheon knipsen wollte, sonst hätte ich an dieser Stelle ein paar spektakuläre Fotos von Songdo zeigen könnte, mit der Brücke, dem NEATT, usw., das war richtig imposant zu sehen.So aber mache ich für heute Schluss und wünsche Euch allen noch einen schönen Sonntag!Bis demnächst!
Moin meine lieben Freunde!
Gemäß meinen guten Vorsätzen schicke ich Euch schon heute wieder neue Eindrücke aus Fernost. Natürlich auch damit Ihr schnell Fotos von Chihiros und Roberts Hochzeit bekommt. Für diejenigen unter Euch, die davon noch nicht gehört haben: Chihiro und Robert haben vor nun 2 Wochen in Japan geheiratet und ich habe mir natürlich nicht die Chance entgehen lassen der Party beizuwohnen. Die Fotos lade ich im Laufe der Woche hoch.
Aber zunächst einmal nehme ich Euch mit auf einen Hike im Norden Seouls. Mit meinen Kameraden vom Undong Dongari sind wir vor nun 3 Wochenenden zum Bukkaksan gelaufen, einem Berg nahe des Bukhansanmassivs in dem wir im letzten Herbst wandern waren, die Fotos sind auf dem Blog.
Bei trübem, kaltem, spätwinterlichem Wetter sind wir vom Somerset um den Gyeongbukgung westlich herum in die Berge gelaufen. Auf dem Weg dorthin sind wir schon auf die erste Attraktion des Tages gestoßen, einen Bogenschützenpavillon.


Die Schützen

Und da gaaanz hinten die Ziele
War schon sehr faszinierend, wir haben die Entfernung auf 250 Meter geschätzt. Aber das eigentlich Verrückte war, dass der Parkplatz zwischen dem Pavillon und den Zielscheiben lag! Also hoffen wir mal, dass dort niemandem ein Pfeil abrutscht während jemand in sein Auto steigen möchte...
Von dort aus sah man dann auch das domierende Gebäude der Gegend, das Blaue Haus, den Sitz des koreanischen Präsidenten.

Da, ganz klein, mit der traditionellen Dachform, das Blue House
Mit prägend meine ich ausnahmsweise mal nicht die architektonische Wirkung, sondern dass der Besuch im Berg von den Sicherheitsmaßnahmen rund um den Präsidentenpalast dominiert ist. Dass diese Sicherheitsmaßnahmen durchaus berechtigt sind wurde bald deutlich.

Am Fuß des Bukkaksan
Dieses Denkmal erinnert an den ehemaligen Polzeichef von Jongno-gu, der bei einem Angriff nordkoreanischer Spione, die den damaligen Präsidenten ermorden wollten, ums Leben gekommen ist. Anwohner hatten eine Gruppe seltsamer Männer in den Bergen bemerkt und die Behörden alarmiert. Als die südkoreanischen Sicherheitskräfte eintrafen, hatten sich die Attentäter bei einem Tempel verschanzt und bei dem folgenden Feuergefecht ist der Polizeichef des Innenstadtbezirks ums Leben gekommen, so wie auch die Attentäter.
Dann waren wir am Fuß des Bukkaksan angekommen und es war Zeit für eine kleine Stärkung.

Mandus (vorn), David (dahinter)
In einem sehr guten Restaurants haben wir einen Teller superleckere Mandus verputzt und sind dann zum Berg. Leider mussten wir dort feststellen, dass der Berg aus Sicherheitgründen bereits vor 2 Stunden geschlossen wurde. Also sind wir nicht auf den Bukkaksan gegangen sondern zurück über den Pass auf den benachbarten Ilwangsan. Dort empfängt einen eine etwas seltsam anmutende Installation:

Na, was ist das?

Ein Wachposten! Perfekt getarnt!
Dann ging es an einer Befestigungsanlage ganz anderer Art entlang aufwärts.

Die Stadtmauer von Seoul auf Ilwangsan
Der obere Teil der Mauer ist natürlich in den letzten Jahrzehnten erneuert worden, aber der untere Teil ist noch original.

Das Stadtzentrum vom Ilwangsan aus

Das Bukhansanmassiv mit dem markanten, haifischflossenförmigen Bukhansan

Auf dem Gipfel

467 Meter über Normal Null

Szenerie auf dem Gipfel

Die Belohnung im Wolfhound Irish Pub
Und wie jedes Mal nach ein paar schönen Tagen kam der Winter wieder zurück, sogar in der letzten Woche hat es noch einmal geschneit. Kurz bevor ich nach Japan geflogen bin sah das so aus:

Blick von meiner Terrasse, vom GS Tower (links) zum Gangnam Kyobo Tower (rechts)
Damit verabschiede ich mich für heute, die Geschichte vom Frühlingsangfang und der Hochzeit gibt es in ein paar Tagen!
Bis dahin wünsche ich Euch allen eine gute Zeit!