Samstag, 16. Mai 2009

Ein Wochenende in der Provinz

Danke fuer die unglaubliche Resonanz! Damit hatte ich echt nicht gerechnet und bin jetzt sehr motiviert Euch mit weiteren Eindruecken zu versorgen.

Vor ein par Wochen habe ich mit Junko zusammen einen Wochenendausflug in die Provinz unternommen. Ziel war die Gegend um Andong, die sehr bekannt fuer ihre zahlreichen historischen Sehenswuerdigkeiten ist.

In Andong selbst haben wir uns gar nicht gross aufgehalten und sind mit dem Mietwagen in das 20 km entfernte Hahoi (sprich: Ha-whe) Dorf gefahren. Ein malerisches Dorf, das der Sitz einer bedeutenden Adelsfamilie ist.



















Typisch die mit Reisstroh gedecktenDaecher und die kleinen Mauern. In einem dieser Haeuser haben wir dann auch uebernachtet, klassisch asiatisch auf dem Boden und mit traditioneller koreanischer Fussbodenheizung. Draussen plaetschert der Regen und drin war es - fuer mich als Seoulite sehr faszinierend - stockdunkel. Restaurants oder so etwas gab es nicht, aber unser Gastgeber hat bei einer Bekannten Abendessen (scharfes Huehnchen) und Fruehstueck (eingesalzene Makrele) organisiert. Die knapp 24 Stunden, die wir in Hahoi verbracht haben waren eine krasse Entschleunigung und nach dem Leben in der Millionenstadt eine fast psychodelische Erfahrung.
























Junko mit Makrele
























Icke auf'm Dorf





































Blicke von einem nahegelegenen Felsen
























Eigenwillige Schnitzerei

Aber die Gegend hat noch viel mehr zu bieten und wir haben zwei abseits der Wege gelegenen konfuzianistischen Schulen (Seowon) besucht. Auch die waren sehr idyllisch, und mir scheint die koreanischen Studenten der alten Zeit hatten eine etwas andere Studienatmosphaere als die, die ich so in Erinnerung habe.





































Campus und Audimax



















Tuer zum Professorenhaus, mal ein anderes Meisterhaus



















Und das?



















Das ist doch nicht etwa??
























Doch!

Das Wochenende ging dann aber ziemlich abrupt zuende und schon am naechsten Tag sass ich wieder an meinem Schreibtisch. Euch goenne ich aber noch einen Blick ins Land, der mich zum Abschluss noch einmal richtig geflasht hat.



















Ohne Worte

Damit verabschiede ich mich fuer dieses Mal, aber nicht ohne auf zwei klickenswerte Links aufmerksam zu machen:

http://www.youtube.com/watch?v=5ky6vgQfU24&feature=fvst (sehr sehenswert in HD)

http://www.web-censorship.org/

Danke fuer die Aufmerksamkeit, bis bald!

Sonntag, 10. Mai 2009

Team Building


Vor ein paar Wochen haben meine Kollegen und ich einen Tagesausflug zu einem nahegelegenen Berg (dem Cheonggye-san; sprich: Tschongesan) unternommen, um den Teamgeist fuer das neue Geschaeftsjahr zu staerken und die Geschaeftsstrategie zu besprechen.

Ausser mir sind alle mit reichlich Verspaetung eingetrudelt (was ich von Koreanern sonst kaum kenne), weil der Weg von Seoul zum Berg unglaublich verstaut war. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn es war ein wirklich schoener Tag zwischen dem jungen Gruen und das Grillen im Anschluss mit Biergartenatmosphaere hatte auch etwas.



















Kollegen und...


























Kolleginnen und...




















ein Waldschrat.





















Auf dem Gipfel! 545m in einer Stunde!!
Na gut, in eineinhalb.




















Ein Picknick im Wald: Des Buerosklaven Glueck




















Strategiebesprechung


Das anschliessende Essen war wirklich vorzueglich, und wenn der Chef einlaedt, dann verzeiht man ihm auch, dass man vor dem Essen die Geschaeftsstrategie fuer das naechste Jahr diskutieren muss. So ein bisschen zumindest. Und bei einem Bier. Und eigentlich war vorher auch schon alles besprochen worden, aber so ganz privat sollte die Veranstaltung wohl doch nicht sein.


Auf jeden Fall sind wir jetzt super eingestellt fuer das naechste Jahr, ich hoffe Ihr auch!!
Liebe Leute!

Nach langen (zwei) Jahren des Zauderns habe ich mich nun durchgerungen einen Blog ueber mein Sein im Euch so fernen Korea zu schreiben. Zwar hat sich mein Leben hier ziemlich eingependelt und ich habe selten das Gefuehl, mir wuerde etwas wirklich erzaehlenswertes passieren, aber mit der Wahrnehmung ist das ja so eine Sache, also seht selbst: